Joachim Diehl sandte mir Text und Fotos zur T3 der Almetalbahn - AHE Arbeitsgemeinschaft Historische Eisenbahn e.V.

Mit Lok 16 der ehemaligen Braunschweigischen Landeseisenbahn (BLE) besitzt die Almetalbahn eine besondere Ausführung der preußischen Gattung T 3. Sie entspricht den Normalien der Königlich Preußischen Eisenbahnverwaltung nach Musterblatt M III-4 e (1), verfügt jedoch mit dem 1.000mm hohen Dampfdom in Verbindung mit außenliegender Einströmung und einem separaten Mannloch über Besonderheiten, die in dieser Form nur bei den T 3 der BLE zu finden waren.

Bis 1930 war die Lok unter dem Namen "Schunter" auf dem Streckennetz der BLE zwischen Fallersleben, Braunschweig, Wolfenbüttel, Derneburg und Seesen im Einsatz. Danach wurde sie verkauft und im Rangierdienst in verschiedenen Industriebetrieben eingesetzt.

1974 erwarb die Arbeitsgemeinschaft Historische Eisenbahn e.V. die alte Lok von ihrem letzten Besitzer, der Zuckerfabrik Euskirchen. Somit vor der Verschrottung gerettet, kam die Lok in der unmittelbaren Umgebung ihrer ehemaligen BLE-Heimat wieder unter Dampf. Noch mehr als 20 Jahre konnten die ehrenamtlichen Museumseisenbahner die Lok auf der eigenen Strecke der Almetalbahn, aber auch auf zahlreichen anderen Strecken einsetzen. Bis zu ihrer Außerdienststellung nach einem Kesselschaden 1999, war Lok 16 die älteste noch im Originalzustand befindliche betriebsfähige pr. T 3 und gleichzeitig die letzte einsatzfähige Dampflok der ehemaligen BLE.

Nach nunmehr fast 100 Betriebsjahren ist der alte Originalkessel am Ende seine Lebenszeit angelangt und nicht mehr reparabel. Um das technische Kleinod am Leben zu erhalten, muß der Kessel erneuert werden.


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