Geschichte der Amerikalinie

~ Zeittafel ~

 

 18. März 1867

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Die Generalversammlung der Magdeburg-Halberstädter Eisenbahngesellschaft (MHE) beschließt den Bau einer Eisenbahnlinie von Berlin über Stendal nach Lehrte mit einer Zweigbahn von Stendal über Salzwedel nach Uelzen. 

Juni 1867

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Wilhelm I - König von Preußen - erteilt die Genehmigung zum Bau der Strecke.

Sept. 1868

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Mit den Vermessungsarbeiten wird begonnen.

07. März 1873

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Die Abnahmefahrt durch die königlich Preußische Landdrostei Lüneburg wird durchgeführt.

15. April 1873

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Erste Güterzüge rollen

15. Mai 1873

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Der Streckenabschnitt Uelzen-Salzwedel wird offiziell dem Verkehr übergeben.

20. Dezember 1879

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Die Magdeburg-Halberstädter Eisenbahngesellschaft (MHE) wird von der Preußischen Staatsbahn übernommen und somit verstaatlicht.

01. Juli 1886

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Die Königlich Preußische Eisenbahn Verwaltung (K.P.E.V.) wird als Länderbahn ins Leben gerufen und ist somit auch Eigner der Amerikalinie.

1893

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Die Einführung der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) beseitigt das Chaos bei der Fahrplangestaltung.

1901

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Der Betrieb zwischen Uelzen und Salzwedel wird dem Reichsbahn-Betriebsamt Salzwedel unterstellt.

01. April 1905

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Das Reichsbahn-Betriebsamt Salzwedel und mit ihm die Strecke Uelzen-Salzwedel gehen an die königliche Eisenbahndirektion Hannover.

1906-1907

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Die Amerikalinie wird in ihrer gesamten Länge zweigleisig ausgebaut.

01. April 1920

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Die Länderbahnen des Deutschen Reiches gehen als Folge der aus dem 1. Weltkrieg resultierenden Reparationszahlungen an das Deutsche Reich und werden in der neu gegründeten Deutsche Reichsbahn (DR) zusammengefasst.

Mai 1927

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Einführung der 24-Stunden-Zählung bei der Deutschen Reichsbahn.

 18. April 1944

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Bombenangriff auf den Güterbahnhof Uelzen.

 22. Februar 1945

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Die Bahnhöfe Salzwedel & Uelzen werden bei Bombenangriffen schwer beschädigt.

 07. April 1945

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Erneuter Bombenangriff auf den (Personen)Bahnhof Uelzen.

12. September 1945

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Nach Wiederaufnahme des Zugverkehrs enden die Züge nunmehr in Schnega, dem letzten Bahnhof vor der Zonengrenze.

15. Dezember 1945

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900m vor der Zonengrenze richtet die Reichsbahndirektion (RBD) Hannover den Haltepunkt Nienbergen ein.

01. Januar 1946

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Noch war der "Zonenübergangskontrollort" Bergen bei Salzwedel beim Magistrat von "Groß Berlin" gelistet.

1948

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Hp Nienbergen jetzt auch Ladestelle für den Güterverkehr

1949

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Die auf östlicher Seite der innerdeutschen Grenze liegenden Streckenkilometer der Amerikalinie gehen von der Reichsbahndirektion (RBD) Hannover auf die RBD Magdeburg über.

1949

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Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) wird gegründet und tritt auf ihrem Territorium die Rechtsnachfolge der Deutschen Reichsbahn (DR) an. Der Name DR bleibt erhalten.

11. Mai 1949

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Im Helmstedter Abkommen zur Beendigung der Blockade West Berlins wird die Aufnahme des Verkehrs über die Strecke Uelzen-Salzwedel beschlossen. Transitverkehr nach West Berlin wurde aber nie durchgeführt.

07. September 1949

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In der Bundesrepublik Deutschland wird die Deutsche Bundesbahn (DB) als Nachfolgerin der Deutschen Reichsbahn (DR) gegründet.

07. Oktober 1951

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Der Zugverkehr zwischen Uelzen und Salzwedel wird vollständig eingestellt. Westlich von Salzwedel werden sogleich die Gleise entfernt.

1954

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Das zweite Gleis zwischen Nienbergen und Wieren wird demontiert.

01. Dezember 1957

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Inbetriebnahme des Bedarfs-Haltepunktes Heuerstorf in km 88,3 zwischen Wieren und Soltendieck.

25. Mai 1974

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Der Personenverkehr zwischen Uelzen und Nienbergen verliert immer mehr an Bedeutung und wird eingestellt.

1985

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Die Amerikalinie verliert auch im Streckenteil Wieren-Uelzen das zweite Gleis und wird auf der gesamten Länge zur Nebenbahn.

28. April 1990

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Die Grünen organisieren eine Sonderfahrt von Uelzen nach Nienbergen und verleihen so der Forderung nach Wiederinbetriebnahme der Amerikalinie Nachdruck.

1991

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Das Bundeskabinett beschließt als Nummer 3 der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit den Ausbau der Eisenbahnverbindung zwischen Stendal und Uelzen.

24. April 1993

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Der damalige Bundesverkehrsminister Günther Krause legt in Hestedt nahe der ehemaligen Grenze den Grundstein für den Neubau einer Eisenbahnbrücke und leitet so den Wiederaufbau des Teilstücks Uelzen - Salzwedel der Amerikalinie ein.

1993

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Einstellung des Güterverkehrs zwischen Uelzen und Nienbergen.

01. Januar 1994

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Die Deutsche Reichsbahn (DR) und die Deutsche Bundesbahn (DB) werden als Folge der Deutschen Einheit zusammengelegt und firmieren zukünftig als Aktiengesellschaft Deutsche Bahn AG (DBAG).

 September 1998

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Beginn der Bauarbeiten auf niedersächsischer Seite.

23. April 1999

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Der Gleisbautrupp überschreitet am Harper Mühlenbach bei Bergen an der Dumme die Grenze zwischen Sachsen-Anhalt und Niedersachsen.

03. Juli 1999

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Das letzte Schienenstück zwischen Uelzen und Salzwedel wird eingesetzt. Nach nahezu 50 Jahren sind beide Städte wieder durch die Schiene miteinander verbunden.

25. November 1999

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Die Fahrleitung steht erstmals unter Spannung. Der elektrischen Zugförderung steht nunmehr nichts im Wege.

18. Dezember 1999

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Feier zur offiziellen Wiedereröffnung der Amerikalinie im Streckenabschnitt Uelzen - Salzwedel.

19. Dezember 1999

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Der reguläre Fahrplanbetrieb zwischen Uelzen und Salzwedel wird mit Freifahrten für alle Interessierten aufgenommen. Der unerwartet hohe Zuspruch sorgt für ein Chaos auf der Schiene. Nur mehrere, kurzfristig bereitgestellte Sonderzüge, können den Andrang bewältigen.

März 2000

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Erste Güterzüge rollen über die Strecke und sorgen so für Entlastung auf der Nord-Süd Strecke.

10. Juni 2001

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Eine neue Fahrzeuggeneration erobert die Amerikalinie. Zwischen Magdeburg und Uelzen kommen Elektrotriebzüge der Baureihe 425 zum Einsatz.

10. Juni 2001

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Der EuroCity (EC) Wawel bindet die Region Uelzen/Salzwedel an den internationalen Verkehr nach Polen und die deutsche Hauptstadt an.

Mai 2007

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Lokbespannte Doppelstockzüge, vornehmlich mit BR 143, erobern die Amerikalinie.

Herbst 2012

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Erste Aktivitäten zum Bau des Veerßer-Bogens weisen auf den geplanten zweigleisigen Ausbau hin.

Dezember 2013

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Der Veerßer-Bogen wird dem Betrieb übergeben.

April 2014

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Der Interregio-Express (IRE) Hamburg-Berlin-Hamburg rundet das Zugangebot auf der Amerikalinie ab.

Sommer 2014

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Der Spurplan des Bahnhofs Uelzen wird den Erfordernissen des Veerßer-Bogens angepasst.

13. Dezember 2014

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Der EC Wawel rollt ein letztes Mal über die Amerikalinie, der internationale Verkehr endet.

14. Dezember 2014

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Ein weiterer Interregio-Express (IRE) Hamburg-Berlin-Hamburg ersetzt den tags zuvor eingestellten EC Wawel auf einer Teilstrecke.

13. Dezember 2015

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Elloks der Baureihe 146 lösen die der Baureihen 112, 114 und 143 vor den RE ab.

13. Dezember 2015

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Alle RE verkehren jetzt nur noch auf der Relation Uelzen-Magdeburg.

13. Dezember 2015

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Mit dem Fahrplanwechsel entfällt der als „Bundeswehr-IC“ bekannte IC 1930/1931, zuletzt (Munster)-Uelzen-Berlin.

 

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